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Behandlung der Hyperthermie

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Wie geht eine Hyperthermie-Behandlung vor sich?
Zur Vorbereitung einer Hyperthermie wird zunächst die Temperaturverteilung berechnet. Über ein hochmodernes
computergesteuertes Planungssystem wird die Therapie individuell auf den Patienten oder die Patientin
eingestellt. Damit kann der Tumor gezielt erhitzt werden, ohne das gesunde Gewebe zu schädigen.
Dann werden Messsonden möglichst nahe an den Krebsherd herangeführt, um während der Behandlung die Temperatur
kontrollieren zu können. Tumoren, die nahe unter der Haut liegen, werden von außen gemessen. Für Krebsherde
im Körperinneren können die natürlichen Körperöffnungen wie Scheide, Rektum oder Blase genutzt werden. In
seltenen Fällen kann auch die Einlage einer invasiven Messsonde unter lokaler Betäubung notwendig sein.
Nach dieser Vorbereitungsphase wird der Patient oder die Patientin für die regionale Tiefenhyperthermie in
einen so genannten Ringapplikator gelegt. Darin befinden sich Antennen, die elektromagnetische Wellen
abstrahlen und ein ringförmiges Wasserkissen, das die Energie in den Körper leitet. Nach einer Aufwärmzeit
von ca. 30 Minuten beginnt die eigentliche Therapie. Sie dauert ungefähr eine Stunde, während der, wenn nötig,
auch die Chemotherapie verabreicht wird.
Sind die Patienten während der Behandlung allein?
In den Kliniken der IAH werden die Hyperthermie-Patienten
stets von einem kompetenten Team betreut: Ein Ingenieur und Physiker überwacht im Kontrollraum ständig die
richtige Temperatur und die technischen Parameter. Über ein großes Sichtfenster behält er die Patienten
im Blick und über ein Mikrophon kann er mit ihnen sprechen. Ein Arzt oder eine Ärztin beobachtet Herz und
Kreislauf der Patienten, eine Schwester sorgt sich um ihr physisches und psychisches Wohlergehen. Auf Wunsch
können auch Angehörige während der Therapie anwesend sein.
In welchen Abständen wird die Hyperthermie verabreicht?
Das hängt von der jeweiligen Diagnose ab. Im Allgemeinen wird die Hyperthermie ein- oder zweimal wöchentlich
und bis zu acht Mal in einem Behandlungsblock verabreicht.
Verursacht die Hyperthermie Nebenwirkungen?
In den meisten Fällen verläuft die Behandlung ohne Nebenwirkungen. Selten treten Rötungen der Haut durch
Überhitzung und Ödembildung auf. Bei Becken- und Bauchtumoren kann der Druck des Wasserbeutels, der um
den Patienten angebracht ist, unangenehm sein.
Nach welchen Qualitätskriterien erfolgt die Hyperthermie?
Die Mitglieder der IAH befolgen bei der Anwendung der Hyperthermie die Richtlinien der ESHO (European Society
of Hyperthermic Oncology) sowie die Qualitätskriterien, die sie selbst als Unterarbeitsgruppe der Deutschen
Krebsgesellschaft formuliert haben. Damit ist sicher gestellt, dass alle Voraussetzungen, die für dieses
anspruchsvolle Verfahren benötigt werden, gegeben sind.
Wie in zahlreichen Studien gezeigt wurde, bestehen die wichtigsten Qualitätskriterien in der Erreichung der
Zieltemperatur im Tumor und die Dauer dieser Exposition. Die Temperatur muss 42,5 bis 43 Grad Celsius betragen
und sie muss für einen Zeitraum von einer Stunde im Krebsherd aufrechterhalten werden. Das gewährleisten die
modernsten Geräte der Firma BSD besonders gut.
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